SSV Meschede - Letmather TV 27:26 (15:12)
Die D2 des Letmather TV musste sich beim SSV Meschede denkbar knapp mit 26:27 geschlagen geben. Es war eine Niederlage, die besonders weh tat, denn über die gesamte Spielzeit zeigte der LTV eine engagierte Leistung. Ausschlaggebend war am Ende vor allem die mangelnde Chancenverwertung, die einen möglichen Punktgewinn – oder sogar mehr – verhinderte. Schon vor dem Anpfiff waren die Voraussetzungen schwierig. Der LTV reiste ersatzgeschwächt an, hatte lediglich einen Feldspieler als Wechseloption zur Verfügung und musste zudem auf Stammtorhüter Tiago Schock verzichten, den Lina Stracke und Till Damerow gut vertraten. Dennoch stellte sich die Mannschaft der Herausforderung geschlossen und mit großem Kampfgeist.
Der Start ins Spiel gehörte zunächst dem SSV Meschede, doch Letmathe ließ sich davon nicht beeindrucken. Ben Baselt und Louis Häffner hielten den LTV mit wichtigen Treffern im Spiel. Beim 5:5 und 7:7 entwickelte sich früh ein offener Schlagabtausch. Bereits in dieser Phase zeigte sich jedoch ein Problem, das sich wie ein roter Faden durch die Partie zog: Der LTV spielte sich gute Chancen heraus, fand häufig den freien Mitspieler, ließ jedoch zu viele klare Würfe ungenutzt. Mit viel Bewegung im Angriff und großem Einsatz in der Abwehr blieb Letmathe dran. Zur Halbzeit lag der LTV nur knapp mit 12:15 zurück – ein Rückstand, der angesichts der vielen vergebenen Möglichkeiten vermeidbar gewesen wäre.
Auch nach dem Seitenwechsel zeigte die D2 des Letmather TV großen Willen. Trotz schwindender Kräfte – bedingt durch die geringe Wechselmöglichkeit – blieb die Mannschaft konzentriert und kämpfte sich mehrfach heran, u.a. durch Trefffer von Leo Lodwich, Henry Jonietz, Oscar Herold und Nick Krüger. Beim 24:24 und später beim 25:26 war Letmathe dem Punktgewinn ganz nah. In der Schlussphase wurde es hochdramatisch. Der LTV warf noch einmal alles in die Waagschale, verteidigte leidenschaftlich und suchte weiterhin geduldig die beste Abschlussmöglichkeit. Doch auch in diesen entscheidenden Momenten fehlte das letzte Quäntchen Glück und Konsequenz im Abschluss. Sekunden vor dem Ende fiel zwar noch der letzte Treffer, doch für eine Wende reichte die Zeit nicht mehr.
So stand am Ende eine bittere 26:27-Niederlage, die sich vor allem durch die zahlreichen vergebenen Chancen erklären lässt. Trotz der Enttäuschung überwiegt jedoch die Erkenntnis, dass die Mannschaft spielerisch auf einem sehr guten Weg ist. Mit dieser Einstellung, diesem Zusammenspiel und einer besseren Chancenverwertung werden sich die nächsten Spiele ganz sicher auch in Punkten auszahlen.
LTV: Lina Stracke, Till Damerow; Ben Baselt (7), Henry Jonietz (2), Kiril Musatov, Leo Lodwich (4), Louis Häffner (9), Nick Krüger (1), Oscar Herold (3)

