Mannschaftsfoto-Platzhalter - TuS Eintracht Tonnenheide e.V.

Letmather TV - VfS Warstein 23:21 (12:8)

Die D2 des Letmather TV gewinnt ihr Heimspiel gegen den VfS 59 Warstein mit 23:21, doch der Weg dorthin war alles andere als einfach.

Dabei begann die Partie eigentlich vielversprechend. Schon nach 26 Sekunden brachte Ben Baselt den LTV mit 1:0 in Führung. Doch schnell wurde deutlich: Die Mannschaft war an diesem Tag sehr nervös. Viele technische Fehler, überhastete Abschlüsse und Unsicherheiten im Passspiel verhinderten, dass Letmathe früh die Kontrolle übernehmen konnte. Zwar gelang es immer wieder, sich mit ein oder zwei Toren abzusetzen – etwa durch Treffer von Leonard Lodwich, Louis Häffner oder Nick Krüger – doch Warstein blieb hartnäckig. Besonders in der Defensive tat sich der LTV schwer, die richtigen Lösungen zu finden. Der Gegner spielte gute Angriffe, fand immer wieder Lücken und nutzte diese konsequent. Beim 6:4, 8:5 oder 10:7 schien Letmathe das Spiel im Griff zu haben – doch wirklich souverän wirkte es nicht. Immer wieder schlichen sich Fehler ein, die Warstein zurück ins Spiel brachten. Thiago Schock sorgt auch in dieser Phase mit wichtigen Paraden dafür, dass der LTV die Führung behauptete. In einem insgesamt ausgeglichenen Spiel hielt er entscheidende Würfe und gab der Mannschaft den nötigen Rückhalt. Kurz vor der Pause traf Till Damerow noch zum 12:8 – eine etwas schmeichelhafte, aber hart erarbeitete Vier-Tore-Führung zur Halbzeit.

Doch was nach der Pause folgte, brachte die Halle zunächst zum Schweigen. Der LTV erwischte einen rabenschwarzen Start in die zweite Hälfte. Freie Würfe fanden nicht ins Tor, Pässe landeten im Aus, technische Fehler häuften sich. In der Abwehr fehlte weiterhin der Zugriff. Warstein nutzte diese Phase eiskalt aus. Tor um Tor schmolz der Vorsprung dahin. Beim 16:15 war der Gegner wieder dran, wenig später stand es 18:18 (30. Minute). Das Spiel war komplett gekippt – und die Verunsicherung auf Letmather Seite spürbar. Selbst ein vergebener Siebenmeter passte in diese Phase. Das Spiel drohte zu entgleiten. Doch genau in diesem Moment zeigte die D2 Charakter. Die Defensive arbeitete nun konsequenter zusammen, half sich gegenseitig und zwang Warstein zu schwierigeren Abschlüssen. In der Abwehr stand der LTV also nun deutlich stabiler - allen voran Ben Baselt. Im Angriff übernahm erneut Leonard Lodwich Verantwortung. Mit wichtigen Treffern zum 19:18, 22:20 und 23:20 brachte er seine Mannschaft wieder in Führung. Auch Louis Häffner setzte wichtige Impulse. Doch Warstein gab nicht auf. Beim 20:20 war wieder alles offen. Die Nerven lagen blank, jede Aktion zählte. Nach einer Auszeit bewahrte Letmathe jedoch die Ruhe. Leo traf erneut, der LTV verteidigte leidenschaftlich – und als schließlich das 23:20 fiel, war die Entscheidung fast gefallen. Warstein verkürzte zwar noch auf 23:21, doch die verbleibende Zeit reichte nicht mehr.

Fazit: Dieses Spiel war kein Glanzstück – aber ein echtes Charakterspiel. Eine nervöse erste Halbzeit mit vielen technischen Fehlern, eine schwache Phase nach der Pause mit komplettem Einbruch – und dann eine starke Reaktion in den entscheidenden Minuten. Am Ende steht ein 23:21-Arbeitssieg, der zeigt: Diese Mannschaft kann kämpfen, Rückschläge wegstecken und sich zurück ins Spiel beißen. 

LTV: Tiago Schock; Ben Baselt (4), Till Damerow (4), Louis Häffner (5/1), Henry Jonietz, Nick Krüger (1), Leo Lodwich (9), Kiril Musatov, Lina Stracke, Mads Thomas