Handball-Bezirksligist offenbart gegen biedere Hohenlimburger Reserve einige Schwächen

Die LTV-Handballer haben sich im letzten Heimspiel gegen Hohenlimburg II schwer getan. Mit Ach und Krach holte das Team von Arnd Wefing die benötigten Zähler, und die Chance auf die Teilnahme an der Landesliga-Qualifikation im Fernduell mit dem HV Sundern besteht weiterhin.

Handball-Bezirksliga: Letmather TV - HSG Hohenlimburg II 23:17 (9:5).
Wie im souverän geführten Hinspiel setzte der LTV auf starke Abwehrarbeit, und diese Vorgabe wurde erfüllt. Denn bis zum 8:3 (15.) kamen die Gäste nur zu zwei Feldtoren und einem Siebenmeter. Vor ansehnlicher Kulisse zogen sich die Letmather dann jedoch quasi selbst den Stecker heraus. Griff zuvor noch ein Rädchen in das andere, so lief in der Offensive überhaupt nichts mehr zusammen. Es hagelte technische Fehler, es gab überhastete Abschlüsse, Bälle landeten im Seitenaus. Der total verunsicherte LTV kassierte nun auch vermehrt Gegentreffer, obwohl die HSG-Zweite, die aus den letzten sechs Partien nur einen Sieg errang, nicht gerade wurfstark agierte.

Von der 15. bis zur 39. Minute nur zwei Letmather Feldtore

Die Letmather erzielten Halbzeit übergreifend bis zum 11:10 (39.) in 24 Minuten nur zwei Feldtore. So eine schwache Wurfausbeute hatte es in den bislang absolvierten 18 Meisterschaftsspielen nicht gegeben. Gut, dass mit der Hereinnahme von Bastian Börner und Pascal Hoffmann zwei treffsichere Angreifer ins Spiel fanden. So stabilisierte sich der LTV und zog das Spiel wieder an sich - 15:11 (45.).

Über 19:12 (50.) kam noch der erwartete Derbysieg über einen hausbackenen Gegner zustande. Dieser Heimsieg wirft aber viele Fragen vor dem alles entscheidenden Saisonabschluss auf. Der Ansatz, durch punktuelle Wechsel Kräfte zu schonen, war schon richtig. Aber dadurch kam immer wieder ein Bruch in das Aufbauspiel des LTV.

In den zähen Minuten bis zum Wechsel verbuchten die Hausherren nur einen Münzner-Strafwurf. Ansonsten herrschte bis zum Pausenpfiff der souveränen Schiedsrichter Schlesinger/Wetzel (Hagen) totale Flaute. „Schon in Warstein war es offensichtlich: Wir haben ein Problem im Angriff. Hoffentlich erleiden wir ausgerechnet im letzten Spiel in Neheim keinen Rückschlag“, resümierte Arnd Wefing.

LTV: Mertins, Zengic; S. Temp (1), C. Temp (3), Rath, Münzner (7/3), Blanke (2), Ilsen (2), Börner (4), Heidasch, Hoffmann (4), Kirch, Zube, Buder, Bartmann.

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