Handball-Bezirksligist Letmather TV will jetzt mit aller Macht die Relegation erreichen

Letmathe Handball-Bezirksligist Letmather TV hat am Samstag seine letzte realistische Chance auf die Meisterschaft in der Staffel Mitte krachend verspielt. Der Schock über die 19:31-Niederlage beim Tabellenzweiten VfS Warstein sitzt auch Tage später noch tief – auch bei Geschäftsführer Stefan Brunswicker. „Ich bin vor allem wegen der Art und Weise enttäuscht. Das Hinspiel haben wir schließlich nur mit einem Tor Unterschied verloren. 19:31 ist schon sehr heftig. Leider habe ich jetzt auch nicht den einen Satz parat, mit dem ich das Zustandekommen erklären kann.“

Jetzt helfen nur noch Siege

Aber Brunswicker zwingt sich ohne große Mühe dazu, wegen des Spiels nicht lange zu hadern. „Wir dürfen jetzt nicht alles in Frage stellen. Wir haben noch zwei Spiele vor der Brust, die wir gewinnen müssen.“ Schließlich wurde in Warstein nicht der Aufstieg verspielt – den kann der LTV immer noch feiern, wenn er Zweiter wird, sich damit für die Relegation qualifiziert und in der Dreierrunde mit den Vizemeistern der Bezirksligen Ruhrgebiet und Südwestfalen nur nicht Letzter wird. Aber um Platz zwei zu erreichen, sind weitere Aussetzer streng verboten. Die Gegner HSG Hohenlimburg II (am Samstag in der Humpferthalle) und TV Neheim sind anspruchsvoll, aber machbar – das haben die Hinspiele gezeigt, die beide gewonnen wurden. Brunswicker: „Mal abgesehen von dem Spiel gegen Bösperde, als wir eigentlich gegen deren erste Mannschaft gespielt haben, haben wir gegen Reservemannschaften immer gut ausgesehen.“ Sorgen, dass auch die HSG tricksen könnte, hat er nicht. „Ich wüsste nicht, wer bei Hohenlimburg die zweite Mannschaft verstärken sollte. Die sind doch alle oben festgespielt.“

Der LTV ist, die zwei Siege vorausgesetzt, nur dann sicherer Zweiter, wenn Konkurrent HV Sundern einmal patzt. Sechs Mal werden die Letmather den Gegnern der Mannschaft von HTV-Urgestein Alfred Klein die Daumen drücken. Mit einer Niederlage oder zwei Unentschieden hätte Sundern wie der LTV zehn Minuspunkte, das Wefing-Team hat aber im dann notwendigen direkten Vergleich die Nase vorne. Wie es danach weitergehen würde, ist auch schon absehbar: Erst im Juni wird die Relegation gespielt. Auswärts tritt der LTV – oder vorsichtiger ausgedrückt der Vizemeister der Bezirksliga Mitte – auf den Zweiten der Südwestfalenstaffel. Gespielt wird am zweiten Juni-Wochenende.

Heimrecht im zweiten Spiel

Am Donnerstag, 16. Juni (Fronleichnam), hat das Team aus der Staffel Mitte dann Heimrecht gegenüber dem Gegner aus der Ruhrgebietsstaffel, zwei kommen in Frage: Der Wittener Stadtteilklub HSV Herbede oder die ETG Recklinghausen – beide Mannschaften haben erst vier Punkte abgegeben, kämpfen also noch um den direkten Sprung in die Landesliga. In der Südwestfalenstaffel ist das Rennen noch völlig offen, realistisch betrachtet kommen noch drei Teams in Frage: Die Selbecker TS als derzeitige Zweitplatzierte, die dritte Mannschaft der Schalksmühler Dragons und die TSG Schüren. Tabellenführer Westfalia Welper fehlt noch ein Punkt aus zwei Spielen zum sicheren Aufstieg.

Aus dem direkten Aufstiegsrennen ist der LTV wohlgemerkt auch nur realistisch betrachtet ausgeschieden – rechnerisch ist Platz eins noch möglich. Doch dazu müsste, zwei eigene Siege vorausgesetzt, Warstein drei der letzten fünf Spiele verlieren, und Sundern dürfte sich nur noch ein Unentschieden auf den letzten Metern erlauben.

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